{"id":10486,"date":"2014-09-29T12:50:00","date_gmt":"2014-09-29T10:50:00","guid":{"rendered":"https:\/\/staging.tsp.at\/2014\/09\/29\/daten-werden-zum-rohstoff-der-zukunft\/"},"modified":"2025-10-21T14:58:42","modified_gmt":"2025-10-21T12:58:42","slug":"daten-werden-zum-rohstoff-der-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tsp.at\/en\/2014\/09\/29\/daten-werden-zum-rohstoff-der-zukunft\/","title":{"rendered":"Daten werden zum Rohstoff der Zukunft"},"content":{"rendered":"<article class=\"item\">\n<h2><strong>Horv\u00e1th &amp; Partners ortet gro\u00dfes Wertsch\u00f6pfungspotenzial<br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<p>29.09.2014<\/p>\n<\/p>\n<\/p>\n<\/p>\n<\/p>\n<\/p>\n<p class=\"FtxtP\">Stuttgart\/Wien\/Z\u00fcrich \u2013 <strong><span class=\"FtxtBold\">Die Datenmengen werden gr\u00f6\u00dfer, die Auswertung immer komplexer. Nicht nur soziale Netzwerke, Finanz\u00e4mter und Sozialversicherungen sammeln Daten, auch jedes Unternehmen muss laufend Informationen verarbeiten, um sich auf dem Markt zu behaupten. Ja noch mehr: &#8220;Unternehmen m\u00fcssen in einem bis dato ungekannten Ausma\u00df und Tempo st\u00e4ndig neue Datenquellen anzapfen, auf der Suche nach Mustern, Ereignissen und M\u00f6glichkeiten&#8221;, sagt Bestsellerautor Thomas H. Davenport.<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"FtxtP\">Der bekannte IT-Experte und Professor am Babson College Boston hat am Donnerstag eine hochkar\u00e4tig besetzte Veranstaltung der Managementberatung Horv\u00e1th &amp; Partners (\u00a0<a href=\"http:\/\/horvath-partners.com\/\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">http:\/\/horvath-partners.com<\/a>\u00a0) in Stuttgart er\u00f6ffnet. Experten aus der Unternehmenspraxis und Big-Data-Dienstleister gingen der Frage nach, wie Unternehmen mit Big Data neue Erfolgspotenziale erschlie\u00dfen k\u00f6nnen. &#8220;Die statistische und mathematische Analyse hat es ja schon immer gegeben. Neu ist, dass der Datenstrom inzwischen dank der Digitalisierung explodiert und sich dabei im selben Ma\u00dfe dynamisch ver\u00e4ndert&#8221;, sagt Davenport. &#8220;Organisationen behalten nur dann die Oberhand, wenn sie das Wertsch\u00f6pfungspotenzial, das ihnen aus Big Data ersteht, fr\u00fchzeitig und konsequent zu nutzen beginnen.&#8221;<\/p>\n<p class=\"FtxtP\">Die Strukturierung und Analyse wachsender, schnelllebiger und unsortierter Datenmengen erf\u00e4hrt einen enormen Bedeutungsgewinn und ist derzeit eines der meistdiskutierten Themen in den Managementetagen. Big Data ver\u00e4ndert nicht nur Technologie und Managementprozesse, sondern wirkt sich auch auf die grundlegende Ausrichtung eines Unternehmens und seiner Kultur aus. Unternehmen m\u00fcssen mit dieser neuen Ressource daher auch den Blickwinkel auf betriebswirtschaftliche Abl\u00e4ufe \u00e4ndern.<\/p>\n<p class=\"FtxtP\"><strong><span class=\"FtxtBold\">F\u00fcr alle Unternehmensbereiche relevant<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"FtxtP\">In dem rasanten Zuwachs an immer neu generierten Daten sehen Experten nicht nur eine Belastung, sondern auch ein enormes Potenzial zur Steigerung der unternehmerischen Wertsch\u00f6pfung. Davenport teilt dieses Potenzial in vier Wertkategorien ein: Verbesserte und beschleunigte Entscheidungen, Kosteneinsparungen durch On-Demand-Wertfl\u00fcsse, Optimierung von Produkten und Dienstleistungen sowie effektiveres Risikomanagement. Mit der systematischen Nutzung von Big Data ergeben sich so konkrete Chancen auf Qualit\u00e4ts-, Rationalisierungs- und Umsatzvorteile, erl\u00e4utert der IT-Professor. Dabei k\u00f6nnen nicht nur Kosten, sondern auch wertvolle Zeit gespart werden.<\/p>\n<p class=\"FtxtP\">&#8220;Aufgrund des facettenreichen Anwendungsgebiets ist Big Data f\u00fcr alle Unternehmensbereiche relevant &#8211; f\u00fcr F&amp;E und die Produktion ebenso wie f\u00fcr Marketing und Controlling und erst recht f\u00fcr den CEO oder den CFO&#8221;, erl\u00e4utert Konferenzleiter Alexander Vocelka von Horv\u00e1th &amp; Partners. Um die in diesen Bereichen vorhandenen Potenziale auch erfolgreich heben zu k\u00f6nnen, braucht es neben dem technologischen R\u00fcstzeug auch das daf\u00fcr geeignete Personal. F\u00fcr Davenport unterscheiden sich die Mitarbeiter, die man f\u00fcr Big-Data-Initiativen ben\u00f6tigt, von herk\u00f6mmlichen Analysten. &#8220;Wir brauchen daf\u00fcr Data Scientists. Sie haben eine starke mathematische Affinit\u00e4t, gehen m\u00fchelos mit Datenmodellen um und entwickeln die im Big-Data-Zeitalter alles entscheidenden Algorithmen, die strategische Entscheidungen vorbereiten und operative Entscheidungen zum Beispiel in der Preisfindung selbst\u00e4ndig treffen und umsetzen&#8221;, so der Experte.<\/p>\n<p class=\"FtxtP\"><strong><span class=\"FtxtBold\">&#8220;Big Confusion&#8221; vs. &#8220;Big Value&#8221;<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"FtxtP\">Angesichts der vermeintlich un\u00fcberschaubaren Datenmengen r\u00e4t Dr. Niko Waesche, Global Lead Digital Products beim Marktforscher GfK (\u00a0<a href=\"http:\/\/gfk.com\/\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">http:\/\/gfk.com<\/a>\u00a0), Big Data nicht zu &#8220;Big Confusion&#8221; werden zu lassen. Er pl\u00e4diert daf\u00fcr, diese Herausforderung nicht isoliert zu betrachten, sondern stets im Sinne von sozialen und wirtschaftlichen Trends zu begreifen, die tagt\u00e4glich unser Leben bestimmen. Nicht unerw\u00e4hnt l\u00e4sst er das Thema Datenschutz und Privatsph\u00e4re, das seit dem NSA-Skandal immer mehr an Bedeutung gewinnt. &#8220;Daten m\u00fcssen verantwortungsvoll gesammelt werden. Nur dann kann unser Leben einfacher, sicherer und angenehmer werden. Die konkreten Vorteile reichen von Konsumerfahrungen bis hin zur Gesundheitsvorsorge&#8221;, erl\u00e4utert Waesche.<\/p>\n<p class=\"FtxtP\">Dr. Lothar Burow, Head of Corporate Business Intelligence bei der Bayer AG (<a href=\"http:\/\/bayer.com\/\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">http:\/\/bayer.com<\/a>\u00a0), ging in seinem Vortrag der Frage nach, ob Big Data gleichsam automatisch &#8220;Big Value&#8221; bedeutet. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung gelten Daten &#8211; neben Kapital, Arbeitskraft und Rohstoffen &#8211; als vierter Produktionsfaktor. Dabei unterscheidet er zwischen sensiblen Unternehmensdaten, &#8220;Community-Daten&#8221; und externen Big Data, die sich durch ihre gro\u00dfe Menge sowie Unstrukturiertheit und Schnelllebigkeit auszeichnen. Um Vorteile aus dieser Datenmenge zu ziehen anstatt von ihr &#8220;erschlagen&#8221; zu werden, empfiehlt Burow die Anpassung bestehender Gesch\u00e4ftsmodelle und Entscheidungsparadigmen.<\/p>\n<p class=\"FtxtP\"><strong><span class=\"FtxtBold\">Objektive Daten und moderne Algorithmen<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"FtxtP\">Die Unw\u00e4gbarkeiten in operativen und strategischen Prozessen thematisierte Prof. Dr. Michael Feindt, Gr\u00fcnder und Chief Scientific Advisor des Datenauswertungsspezialisten Blue Yonder (<a href=\"http:\/\/blue-yonder.com\/\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">http:\/\/blue-yonder.com<\/a>\u00a0). Immer wiederkehrende Denkfehler und Machtk\u00e4mpfe zwischen verschiedenen Abteilungen mit unterschiedlichen Zielen w\u00fcrden Unternehmen hunderte Millionen Euro kosten. &#8220;Mithilfe objektiver Daten und moderner Prognosealgorithmen kann dies vermieden werden, da man dadurch quantitativ bessere Vorhersagen trifft und sich diese auch innerhalb der angegebenen Unsicherheiten befinden. Bei bekannten Kostenfunktionen k\u00f6nnen so Massenentscheidungen objektiv optimiert und sogar vollst\u00e4ndig automatisiert werden&#8221;, skizziert Feindt das Prinzip der &#8220;Prescriptive Analytics&#8221;, bei dem lernende Algorithmen in Verbindung mit Echtzeitdaten eingesetzt werden.<\/p>\n<p class=\"FtxtP\">Ebenso haben Referenten von Zalando, SAP und Daimler Financial Services \u00fcber ihre Erfahrungen und Herausforderungen berichtet. W\u00e4hrend Dr. Andreas Antrup, Head of Data Intelligence bei Zalando (\u00a0<a href=\"http:\/\/zalando.com\/\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">http:\/\/zalando.com<\/a>\u00a0), einen Einblick in die Datenanalytik im Online-Modehandel gew\u00e4hrte, ging Joachim Mette, Director Global Controlling bei SAP (\u00a0<a href=\"http:\/\/sap.com\/\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">http:\/\/sap.com<\/a>\u00a0), der Frage nach, wie eine Finanzabteilung mit Big-Data-Ressourcen einen Mehrwert f\u00fcr das gesamte Unternehmen liefern kann, etwa um es vor Betrugsf\u00e4llen zu sch\u00fctzen. Christian Rottenkolber von Daimler Financial Services (\u00a0<a href=\"http:\/\/daimler-financialservices.com\/\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">http:\/\/daimler-financialservices.com<\/a>\u00a0) erkl\u00e4rte zuletzt, wie professionelles Datenmanagement f\u00fcr die Planung und Steuerung bei Daimler genutzt wird.<\/p>\n<p class=\"FtxtP\"><strong><span class=\"FtxtBold\">Big Data revolutioniert Risikomanagement<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"FtxtP\">Big Data ist mittlerweile in aller Munde, wird aber von vielen immer noch als abstrakter Pauschalbegriff empfunden. Die meisten Unternehmen beginnen erst, den Reichtum in der Information zu erkennen. Horv\u00e1th-Experte Vocelka machte den praktischen Nutzen unter anderem anhand von operativem und strategischem Risikomanagement anschaulich. &#8220;Auch das Risikomanagement im Unternehmen wird dank Big Data eine Revolution erleben. Informationen aus dem globalen Marktumfeld eines Unternehmens beispielsweise, die bisher nur sp\u00e4rlich und sehr schwer zu erhalten waren, sind heute in Echtzeit verf\u00fcgbar. Dank neuer Bewertungsverfahren erm\u00f6glichen sie einem Unternehmen, wesentlich agiler bei gleichem Risikoprofil im Markt zu agieren. Das strategische Risikomanagement wird dadurch also stark quantifiziert. Das operative Risikomanagement wird durch den Datenreichtum von Sensoren in intelligenten Lieferketten, Herstellungsprozessen und Produkten selbst, also dem Internet der Dinge, zu signifikanten Kostensenkungen beitragen. Das ist purer EBIT, der dank Big Data direkt realisiert werden kann&#8221;, sagte der Partner und Leiter des Beratungsbereichs Risk Management bei Horv\u00e1th &amp; Partners.<\/p>\n<p class=\"FtxtP\"><strong><span class=\"FtxtBold\">\u00dcber Horv\u00e1th &amp; Partners<\/span><\/strong><br \/>Horv\u00e1th &amp; Partners ist eine international t\u00e4tige, unabh\u00e4ngige Managementberatung mit Sitz in Stuttgart. Das Unternehmen besch\u00e4ftigt mehr als 500 hochqualifizierte Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, \u00d6sterreich, Rum\u00e4nien, Saudi-Arabien, der Schweiz, Ungarn und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Mitgliedschaft in der internationalen Beratungsallianz &#8220;Cordence Worldwide&#8221; unterst\u00fctzt die F\u00e4higkeit, Beratungsprojekte in wichtigen Wirtschaftsregionen mit h\u00f6chster fachlicher Expertise und genauer Kenntnis der lokalen Gegebenheiten durchzuf\u00fchren.\u00a0<br \/>Die Kernkompetenzen von Horv\u00e1th &amp; Partners sind Unternehmenssteuerung und Performanceoptimierung &#8211; f\u00fcr das Gesamtunternehmen wie f\u00fcr die Gesch\u00e4fts- und Funktionsbereiche Strategie, Organisation, Vertrieb, Operations, Controlling, Finanzen und IT. Horv\u00e1th &amp; Partners steht f\u00fcr Projektergebnisse, die nachhaltigen Nutzen schaffen. Deshalb begleitet Horv\u00e1th &amp; Partners seine Kunden von der betriebswirtschaftlichen Konzeption bis zur Verankerung in Prozessen und Systemen.<\/p>\n<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Horv\u00e1th &amp; Partners ortet gro\u00dfes Wertsch\u00f6pfungspotenzial 29.09.2014 Stuttgart\/Wien\/Z\u00fcrich \u2013 Die Datenmengen werden gr\u00f6\u00dfer, die Auswertung immer komplexer. Nicht nur soziale Netzwerke, Finanz\u00e4mter und Sozialversicherungen sammeln Daten, auch jedes Unternehmen muss laufend Informationen verarbeiten, um sich auf dem Markt zu behaupten. 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